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Urlauber, die eine USA-Reise geplant haben, müssen künftig Eintrittsgeld bezahlen. Der Eintritt in die USA soll zwar mit 10 $ noch erschwinglich bleiben, trotzdem rechnen Experten damit, dass der Eintritt Touristen abschrecken könnte. Die amerikanische Touristenbranche ist trotzdem für die Einführung des 10 $-Eintritts. Dass der Tourismussektor sich über zusätzliches Geld freut, kommt nicht von Ungefähr. Der Tourismus in die USA ist im Angesicht der weltweiten Wirtschaftskrise stark rückläufig. Allein im vergangenen Jahr führte die amerikanische Reise-Krise zur Streichung von über 200.000 Stellen.

Den rückläufigen Trend der USA-Reisenden nahm nun der US-Senat zum Anlass für einen neuen Gesetzesentwurf. Das Einreiseentgelt in Höhe von 10 US$ pro ausländischem Besucher wurde mit 79 gegen 19 Stimmen mehrheitlich vom Senat angenommen. Bezahlen sollen alle Urlauber, die kein Visum benötigen, d.h. all diejenigen, die eine Kurzreise in die USA geplant haben. Das trifft insbesondere auf die Urlauber aus Europa zu.

Die Einnahmen sollen einer gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Tourismus zu Gute kommen und der amerikanischen Tourismusbranche aus der Krise helfen. Ziel ist es mit der Eintrittsgebühr im ersten Jahr nach Gesetzeseinführung 40.000 neue Stellen zu schaffen. Damit könnte das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten um 400 Millionen US-Dollar gesenkt werden.

Seit Anfang des Jahres müssen Touristen sich 72 Stunden vor Start ihrer Reise online bei den US-Behörden registrieren. Über dieses Portal könnte problemlos auch die Zahlung der 10 Dollar eingebunden werden. Nachdem der Senat mehrheitlich für das neue Gesetz zur Einreise in die USA gestimmt hat, muss nun noch das Repräsentantenhaus über den Gesetzesvorschlag entscheiden. Kritisch zusehen ist vor allem, dass der Staat mit dem neuen Gesetz in den Handlungsraum des Privatsektors eingreifen würde. Dies sollte nur im absoluten Notfall geschehen, wenn ein Wirtschaftssektor nicht von selbst aus der Krise findet. Ob dies in Amerika der Fall ist, ist äußerst strittig. Diese Kritik wurde auch von den Konservativen im US-Kongress geäußert.

Auch die EU-Kommission steht der neuen Gesetzeseinführung kritisch gegenüber. Die EU-Kommission spricht von einer Einschränkung der „transatlantischen Mobilität“. Reisende sollen weltweit frei entscheiden können wohin der nächste Urlaub geht und nicht durch eine Gebühr beeinflusst werden.

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