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Nachdem am Donnerstag ein Werbeflugzeug über dem Oktoberfest in München kreiste und dadurch viele Besucher beunruhigte, handelten die Zuständigen der bayrischen Landeshauptstadt prompt. Bis zum Ende des Oktoberfests gilt ab sofort ein absolutes Überflugverbot über die traditionsreiche Großveranstaltung auf der Theresienwiese.
Anlass sind die aktuellen Drohungen der al-Quaida und Taliban neue Terroranschläge in Europa und konkret auch in Deutschland durchzuführen. Aufgrund des Antrags des bayrischen Innenministeriums handelte das Bundesinnenministerium direkt und befahl das Flugverbot.
Auf dem Okotberfest in München, welches seit 1810 auf der Theresienwiese stattfindet, kommen pro Jahr über 6 Millionen Menschen aus aller Welt zusammen, um gemeinsam ausgelassen zu feiern, tanzen und nicht zuletzt auch zu trinken. Ausgeschenkt wird ein speziell für diese Wochen gebrautes Bier, welches aufgrund der erhöhten Stammwürze auch mehr Alkohol enthält (6-7%). Dieses wird in den Festzelten in Maß-Krügen (inzwischen fast überall Gläser) á 1 Liter serviert. Ein Maß darf aktuell auf den Wiesn bis zu 8,60 Euro kosten. Dieser Preis wird vor Beginn des Festes von der Stadt München und den beteiligten Wirten festgelegt. Das sind in manchen Zelten knapp mehr als 6% über dem Vorjahrespreis.
Zur Halbzeit des Oktoberfestes zogen die Organisatoren inzwischen positive Bilanz. Mehr Gäste sind gekommen, mehr Bier wurde getrunken und mehr Ochsen wurden verspeist. Dennoch wird auch in der ausgelassenen Stimmung auf den Wiesn die aktuelle Wirtschaftskrise deutlich. Zu spüren bekommen diese vor allem die Andenkenverkäufer und Karusselbesitzer. Diese klagen zum Teil über deutliche Umsatzeinbußen, da das meiste Geld der Touristen in Bier anstatt in Attraktionen oder Souvenirs investiert wird.
Auch die Sanitäterstaffeln vor Ort haben zur Halbzeit positive Bilanz gezogen. Zwar haben sie mehr Patienten als im Vorjahr, was aber auch auf die gestiegenen Besucherzahlen zurückzuführen ist, die meisten Verletzungen sind jedoch Blasen an den Füßen, die schnell mit Pflastern oder Verbänden versorgt werden können.
Dennoch hat leider auch der teilweise ausufernde Alkoholgenuss der Besucher des Festes seine Folgen. So starb am 1. Wochenende ein Australier, der betrunken von einer S-Bahn erfasst wurde und tödlich verletzt wurde. Einem Afghanen wurde von einem Deutschen ein Maßkrug auf den Kopf geschlagen. Das Opfer kam aber mit leichten Verletzungen davon.
Inzwischen entstanden in über 100 Staaten der Welt Oktoberfeste nach dem Münchener Vorbild. Das Kitchener in Kanada kann jährlich 700.000 Besucher verzeichnen. Beim Fest in Blumenau in Brasilien feiern 600.00 Menschen zusammen. Die größte innerdeutsche Kopie der Münchener Wiesn ist das Okotberfest in Hannover mit jährlich ca 1 Millionen Besuchern. Damit ist es zugleich das 2. größte Oktoberfest der Welt.

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