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Bisher waren es vereinzelte Millionäre oder Milliardäre, die sich für eine Riesensumme zumeist von den Russen als Touristen haben ins All schießen lassen an Bord einer „normalen“ Raumfahrt. Spätestens wo jetzt bald die erste Deutsche als Touristin ins All fliegen möchte an Bord eines speziellen Flugzeuges für nicht mehr ganz so viel Geld (deutlich unter einer Million Euro) wird Raumfahrttourismus bei uns wohl populär. Und je billiger die Trips werden umso häufiger werden sich demnächst normale Bürger einen Weltraumausflug leisten können. Zwar sind die Kosten immer noch so hoch, dass man nicht von einem Massenprodukt sprechen kann, doch trotzdem werden jetzt Flugreisen ins All ausgerechnet von einem Diskonter angeboten: Penny, das zur Rewe-Gruppe gehört, hat eine Flugreise ins Weltall für jedermann ins Programm aufgenommen. Für etwas über 200.000 Euro werden die Flüge angeboten, wobei pro Flug fünf Personen in 117.000 Meter Höhe fliegen und dabei eine Geschwindigkeit von etwa 3.400 km/h erreichen.
Ein amerikanisches Unternehmen hat ein „Rocket Plane“ entwickelt, mit dem solche Weltraum-Ausflüge möglich gemacht werden. Dabei wird das Raumfahrzeug zunächst von einem Trägerflugzeug auf eine bestimmte Höhe transportiert und dort abgekoppelt. Anschließend zünden die bordeigenen Raketen/Triebwerke und der Rocket Plane fliegt hoch ins All. Etwa 10 Minuten lang haben die Touristen nun einen atemberaubenden Blick auf die Erde und in die Weiten des Alls, bevor es wieder zurück geht. Die Konstruktion des Rocket Plane lässt es zu, dass das Gefährt fast wie ein normales Flugzeug wieder auf der Erde landen kann. Sobald die ersten Flüge erfolgreich absolviert sind kann der Flug ins All in Zukunft zum Massengeschäft werden. Spätestens wenn das Unternehmen aus Oklahoma in den Weltraumflügen eine Routine entwickelt hat und die Gefahren (derzeit muss jeder Gast noch ausdrücklich einwilligen, dass im Falle eines Unfalls/Todes das Risiko selbst getragen wird) überschaubarer werden dürfte auf Grund des lukrativen Geschäfts auch in dieser Sparte Konkurrenz entstehen, die bekanntlich das Geschäft belebt. Es ist also davon auszugehen, dass ein alter Menschheitstraum in Zukunft zum ganz normalen Teil des Tourismusangebotes gehören wird. Demnächst heißt es dann an der Kasse also: „2 Brötchen und einen Weltraumflug bitte!“

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