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Die Amis sollen kommen! Der Landestourismusverband von Mecklenburg-Vorpommern will bei der amerikanischen Tourismus-Gesellschaft (ATS), deren Jahrestagung diese Woche im durch den G8-Gipfel auch in den USA bekannten Ostseebad Heiligendamm stattfindet, Werbung für mehr US-Touristen im nordöstlichsten deutschen Bundesland machen. Die knapp 50 US-Tourismusexperten bekommen eine umfangreiche Führung durch das Land mit ausgewählten Ausflügen, die den Amerikanern bislang unbekannte Urlaubsziele aufzeigen sollen. Der Zeitpunkt dafür ist gut gewählt, denn 20 Jahre nach dem Mauerfall und der zu erwartenden Aufmerksamkeit in den USA, nicht nur durch die bevorstehende Rede der gebürtig aus MV kommenden Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem US-Kongreß, sollten die Amerikaner empfänglich sein für eine Kombination aus Erholung und Bildungsreise in die “alte DDR”.
Im Vorjahr konnte man etwa 4500 Übernachtungen durch US-Amerikaner zählen, diese Zahl soll deutlich ausgebaut werden. Durch Kreuzfahrttouristen gelangen zusätzlich etwa 70.000 Amerikaner jährlich an die deutsche Ostseeküste. Dieses Potential möchte man nutzen und die Besucher zu einem Aufenthalt bzw. Urlaub an Land bewegen. Der Trend zu nachhaltigem Urlaub und Natururlaub spielt Mecklenburg-Vorpommern dabei in die Karten, denn landschaftlich hat das Bundesland einiges zu bieten, zudem gibt es noch große Flächen mit nahezu unberührter Natur. Dazu gibt es zahlreiche Erinnerungsbauwerke und Plätze, die an die DDR-Vergangenheit erinnern. Auch ein Tagesausflug nach Polen bietet sich von hier aus an.
Für Amerikaner interessant ist mit Sicherheit auch ein Besuch auf Rügen. Weniger auf Grund der DDR-Vergangenheit, sondern wegen der dort erhaltenen Großbauten der Nazis, die ja gerade in den USA noch viel Aufmerksamkeit erzeugen und Touristen anlocken.
Hauptargument für einen Besuch in Mecklenburg-Vorpommern soll jedoch die beeindruckende Natur sein. Die traumhafte Landschaft auf Rügen, die Mecklenburger Seenplatte, historische Altstädte wie Stralsund oder Schwerin mit seinem Schloß und dem Schweriner See verschafften MV schon im letzten Jahr hohe Wachstumsraten im Tourismus, die durch ein engagiertes Marketing nochmals gesteigert werden sollen. Die Amerikaner sind dabei als zahlungskräftige Besucher natürlich besonders willkommen und scheinen sehr interessiert. Im nächsten Jahr wird es also häufiger heißen: Welcome to Meck-Pomm!

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