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Das Landesgericht Frankfurt hatte laut der Fachzeitschrift NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht einen Streit zwischen einem Touristen und einem Reiseveranstalter zu schlichten. Ein Tourist hatte bei einer Reise nach Bali einen Unfall erlitten. Der Unfall ereignete bei einer durch den Reiseveranstalter geplanten Vulkanbesteigung. Während des Aufstiegs wurde der Bali-Urlauber durch die Händler am Straßenrand so bedrängt, dass er beim Ausweichen stürzte und sich verletzte. Der Geschädigte sah die Schuld eindeutig bei der Reiseleitung und damit beim Reiseveranstalter. Denn diese hätte dafür Sorge tragen müssen, dass die Gruppe und insbesondere er selbst nicht so stark von den balischen Händlern belästigt werden. Diesen Umstand nahm er nach seiner Rückkehr nach Deutschland zum Anlass um Klage gegen den Reiseveranstalter zu erheben.

Das Landgericht in Frankfurt hatte allerdings wenig Verständnis für den Geschädigten und wies die Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage des Touristen ab. Denn aus Sicht des Gerichtes hätte der Veranstalter nichts tun können, um den Urlauber zu schützen. Da es dem Veranstalter auch nicht erlaubt ist, auf einem öffentlichen Gelände in Bali den dort ansässigen Händlern den Zutritt zu verweigern. Damit steht für das Landgericht Frankfurt fest, dass der Kläger keine rechtliche Handhabe hat.

Für all diejenigen, die sich nicht in die Gefahren und Abenteuer einer Fernreise stürzen wollen, ist ein Urlaub in Deutschland zu empfehlen…

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