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Die Lufthansa muss sparen. Durch die Finanzkrise droht dem Unternehmen einer der lukrativsten Geschäftszweige wegzubrechen: Die Business-Class. Viele Firmen streichen die teuren Extras für ihre Angestellten und buchen Economy-Class oder direkt bei einer billigeren Airline. So ist die Lufthansa gezwungen ebenfalls in dieses Segment weiter vorzudringen. Dafür will man einige Veränderungen vornehmen, die bei günstigeren Airlines und den sogenannten „Billigfliegern“ bereits standard geworden sind. So soll der Platz pro Passagier zusammengestrichen werden, um mehr Plätze pro Kabine anbieten zu können. Zudem soll an der Verpflegung kräftig gespart werden. Um das Platzproblem möglichst ohne Nachteile für die Passagiere aufzufangen will man die Rückenlehnen schmaler halten. Das Catering dagegen soll grundsätzlich auf den Prüfstand. Da durch die umfangreiche Verpflegung an Bord der Lufthansa-Maschinen nicht nur finanzielle, sondern auch logistische Probleme zu meistern soll das Angebot beim Essen und Trinken reduziert werden. Grundsätzlich will man jedoch an kostenloser Verpflegung festhalten, um nicht völlig zum Billiganbieter zu werden und sich trotz aller Sparmaßnahmen weiterhin etwas abzusetzen von der Konkurrenz. „Die bisherige Regelung mache die Flugplanung kompliziert und sehr teuer“, so sagte Vize-Konzernchef Christoph Franz gegenüber der Tageszeitung „Die Welt„.
Insgesamt will man sich vermehrt auf das Kerngeschäft konzentrieren und durch die Umstrukturierungen wieder konkurrenzfähiger werden. Obwohl bereits mitte des Jahres ein großes Sparprogramm mit einem Umfang von knapp einer Milliarde Euro verabschiedet und viele Flüge gestrichen wurden befürchtet die Lufthansa aktuell in die roten Zahlen zu geraten. Der erhöhte Preisdruck durch die Konkurrenten und der Rückgang in der Premium-Klasse wird auch die Lufthansa zwingen, sich dauerhaft an ein niedrigeres Preisniveau gewöhnen zu müssen und langfristig konkurrenzfähig zu Billiganbietern zu werden.
Dieses Veränderunge werden natürlich hauptsächlich bei innereuropäischen Flügen zu spüren sein, denn bei den Interkontinentalflügen sieht die Lage zumindest etwas besser aus aus Sicht der Lufthansa. Allgemein gilt die Zielvorgabe: Senkung der Kosten um 40 Prozent.
Dass bei solchen Ankündigungen die Angestellten nervös werden ist logisch. Man befürchtet, dass der Konzern auch bei den Gehältern nachhaltige Kostensenkugen durchsetzen will. Bisher sind zwar keine offiziellen Ankündigungen bekannt, aber man denkt automatisch an die Lokführer und deren Arbeitskampf im letzten Jahr.

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