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Verschneite Start- und Landebahnen auf den Flughäfen, vereiste Hochspannungsleitungen und glatte Straßen. Kaum jemand dürfte die letzten Tage vom Schneechaos verschont geblieben sein. Und wer auf dem Weg in den Urlaub auf Grund ausgefallener Flüge bereits die eine oder andere Nacht auf einer Flughafenbank verbracht hat wird sich fragen, welche Ansprüche er gegenüber seinem Reiseveranstalter hat. Natürlich kann für das Wetter niemand etwas, aber für unzureichende Organisation gibt es durchaus gesetzliche Regelungen bezüglich Schadensersatz. Bei gesperrten Flughäfen gibt es zwar keine Ersatzansprüche gegen die Fluglinie, denn diese ist auf Grund höherer Gewalt zustande gekommen und daher unverschuldet. Wenn jedoch eine Airline wegen Organisationsmängeln einen Flug absagen muss, weil z.B. die Enteisung des Flugzeuges nicht rechtzeitig durchgeführt wurde, kann Schadensersatz gegenüber der Fluglinie gefordert werden.eis Jedoch muss der Fluggast auch bei zu erwartender oder bereits feststehender Verspätung rechtzeitig am Flughafen sein um seine Ansprüche geltend zu machen, denn theoretisch könnte die Fluglinie ja jederzeit und kurzfristig einen Ersatzflug organisieren. Auch muss man sich während der Verspätung auf dem Flughafen aufhalten, um jederzeit erreichbar zu sein und/oder Ersatzleistungen annehmen zu können. Ausnahmen von diesen Anwesenheitspflichten sollte man sich schriftlich geben lassen, um seine Ansprüche nicht zu verlieren.
Und wenn die Übernachtung auf dem Flughafen droht? Dazu kann Sie niemand zwingen! Die Fluggesellschaften sind gesetzlich verpflichtet Sie umfassend zu informieren. Gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Verpflegung während der Wartezeit haben Sie ab zwei Stunden Verspätung. Bei Verschiebungen auf den nächsten Tag muss Ihnen auch eine Hotelübernachtung gezahlt werden. Auch kann die Airline Ihren Flug nicht ersatzlos streichen, es muss Ihnen zumindest ein Ersatzflug angeboten werden. Jedoch können Sie ab fünf Stunden Verspätung selbst entscheiden, ob Sie den Flug noch antreten möchten oder von dem Flug zurücktreten möchten. In diesem Fall haben Sie Anspruch auf volle Kostenerstattung.
Bei Bahnreisen sieht das Ganze leider etwas anders aus. Man ist zumeist auf die Kulanz der Bahn oder einer anderen Gesellschaft angewiesen. Jedoch wird bei Zugausfällen ab einem gewissen Umfang häufig eine Übernahme der Taxikosten übernommen.

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