· Kein Kommentar · Geschrieben von:

WinterurlaubDas nördlichste Skigebiet Deutschlands liegt derzeit in Schleswig-Holstein. Die mit 168 Metern höchste Erhebung Schleswig-Holsteins der Bungsberg, wird im Winter zu einer wahren Abfahrtspiste. Zwei schlaue Bauern, auch die Ski-Pioniere des Nordens genannt, hatten vor 40 Jahren in einem Winterurlaub im Harz eine Idee und holen noch heute den Winter in den hohen Norden.
Jeden Winter hoffen die beiden Landwirte auf genug Schnee um dann die Ski- und Rodelpiste zu eröffnen. Extra dafür bauen sie jeden Herbst die Weidezäune ab und den Lift auf, der früher noch mit einem Traktor betrieben wurden. In einigen Winter ist die Piste dann für ein paar Tage geöffnet doch auch mancher Winter gab so wenig Schnee her, dass sie ganz geschlossen blieb.
In diesem Jahr gab es jedoch soviel Schnee, wie schon lange nicht mehr, sodass am Lift starker Hochbetrieb herrscht. Etwa 600 Menschen transportiert der nicht allzu schnelle Lift stündlich nach oben, wobei die Fahrt hinauf nur ca. eineinhalb Minuten dauert.
Auf der dann bevorstehende hügelige Abfahrt rasen ganze Familien auf Skiern die Piste hinab oder rodeln auf der mehrere hundert Meter langen Schlittenabfahrt hinunter. Die eigentliche Abfahrt dauert auf Ski jedoch nur rund 30 Sekunden, was dem ganzen Spaß an der Sache keinen Abbruch tut. Vielen finden es besser als in der Skihalle, da man an der frischen Luft sein kann und die beiden Betreiber ein lustiges Pärchen darstellen.
Preislich kostet das Tagesticket 15 Euro und die 20er Karte ist für 10 Euro zu bekommen. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt, da es am Waldrand eine Würstchenbude mit Glühwein gibt. Zusätzlich ist ein kleines Toilettenhäuschen verfügbar.
Der Ort Schönwalde in der Holsteinischen Schweiz, mit seinen rund 2500 Einwohnern, hat aber noch viel vor. Ein Planungsbüro hat im Auftrag des Landes ein Konzept entwickelt um mit Millionenaufwand das Gebiet zu einer touristischen Hochburg zu formen. Mögliche Investoren und Betreiber werden bereits gesucht um den Bungsberg das ganze Jahr über boomen zu lassen. Die beiden Skiliftbetreiber freut dies, denn dort sind die Zukunftspläne schon geschmiedet: Die Übernahme des Skigeschäftes durch die Kinder und Enkel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.