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thomas-cook-mytravel-rote-zahlenDer zweitgrößte Reiseveranstalter Europas Thomas Cook konnte die Kosten für den Konzernumbau senken und startete zwar noch immer mit einem Verlust ins neue Geschäftsjahr, aber mit einem deutlich geringeren. Dennoch klafft ein großes Loch zwischen der Anzahl der Reisebuchungen des letzten Jahres und der Buchungen dieses Jahres, dies merken die Unternehmen „Neckermann Reisen“ und „Bucher Last Minute“ besonders. Dem entgegen steht ein in Großbritannien zu erkennender Trend, der die Buchung von Urlaubstrips im Sommer vorweist. Der Chef von Thomas Cook, Manny Fontenla-Novoa, interpretiert dies als Anhaltspunkt dafür, „wie widerstandsfähig das Sommerurlaubsgeschäft ist“. Nach Bekanntwerden dieser Nachrichten regierte die Thomas-Cook-Aktie positiv und einige Minuten nach Handelsbeginn erreichte die Aktie ein Plus von 0,6 % (233,50 Britische Pence).

Das Unternehmen profitierte im ersten Quartal vom bereits vorangegangenen Konzernumbau nach der Fusion von Thomas Cook und MyTravel, dessen Umstrukturierungskosten weitestgehend ausblieben. Aufgrund des gekürzten Flug- und Hotelangebots sank der Umsatz auf 1,7 Milliarden Britische Pfund. Diese Maßnahme diente dem Schutz vor einem Last-Minute-Ausverkauf. Thomas Cook sieht sich auf Kurs die für das Gesamtjahr gesteckten Ziele zu erreichen. Zwar fuhr man zwischen Oktober und Dezember Verluste von rund 41,3 Millionen Pfund ein und überbot damit das vorangegangene Jahr nochmals um die Hälfte, aber dennoch sind Verluste und den Wintermonaten branchenüblich. Der Gewinn wird traditionell über die Sommermonate eingefahren.

Wenn man sich die Entwicklung der Urlaubsbuchungen anschaut scheinen die gesteckten Ziele weiterhin gefährdet zu sein. Die laufende Wintersaison verzeichnet ein Minus von 9% in Kontinentaleuropa und 10% in Großbritannien zu den Vorjahresbuchungen. Die bevorstehende Sommersaison weist auch leichte Verluste von 2% in Kontinentaleuropa und 8% in Großbritannien aus. In Deutschland sind trotz 3% Rückstand hinter den Vorjahreswerten die Margen stabil. Fontenla-Novoa gibt sich zufrieden und bewertete die Prognosen wie folgt „Wir sind glücklich mit dem Geschäftsverlauf in Kontinentaleuropa und Deutschland“, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Darüber hinaus untermauerte er seine Absicht Deutschland zukaufen zu wollen. Nach Aussagen des Managers werden bereits Bücher geprüft und Gespräche geführt. Wer für eine Übernahme in Frage käme wurde nicht kommentiert, laut Medienberichten soll jedoch der Türkeireiseveranstalter Öger Tours in Frage kommen.

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