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lufthansa-bahnAb Montag droht Deutschland ein riesiges Verkehrschaos. Der Lufthansa steht ein Pilotenstreik ins Haus. Da die Fluggesellschaft täglich etwa 700 Piloten im Einsatz hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass bereits der Streik von 350 Piloten den gesamten Konzern lahm legt. Es wird damit gerechnet, dass viele Geschäftsleute auf die Dienste der Deutschen Bahn ausweichen werden, da die bereits bezahlten Lufthansa-Tickets auch als Bahntickets anerkannt werden. Die Bahngewerkschaft GDBA rechnet mit einem „Chaos im Schienenverkehr“, sollten alle betroffenen Kunden auf die Bahn ausweichen. Die Gewerkschaft fordert Pläne für den Extremfall, man müsse zusätzliches Personal einsetzen, da die Bahnen bereits jetzt schon überfüllt seien.

Auf den Verbindungen KölnFrankfurt und HamburgMünchen wird es laut Experten problematisch. Der Fahrgast-Verband ProBahn hofft, dass die Bahn nicht plant auf diesen Strecken die Lufthansa-Kunden unterzubringen.

Die Lufthansa-Geschäftsleitung wurde von der Streikandrohung über ganze 4 Tage völlig überrascht. Dort wird derzeit geprüft, ob dies rechtlich überhaupt zulässig ist. Die Vereinigung Cockpit (VC) könnte aufgrund eines unzulässigen Streiks über 4 Tage zu einem geschätzten Schadenersatz von rund 100 Mio. Euro verdonnert werden, ohne Folgekosten.

Lufthansa-Arbeitsdirektor Lauer ist der Meinung, es gehe der VC nicht primär um Geld sondern vielmehr um unternehmerischen Einfluss. Man könne über Arbeitsplatzsicherheit verhandeln, da es ein legitimes Anliegen sei, aber unzulässig wäre hingegen ein geforderter unternehmerischer Einfluss seitens der VC. Laut Lauer würde die VC der Lufthansa Spielraum für Wachstumsmöglichkeiten nehmen, wenn sie anfangen würde mitzuentscheiden.

Die Gewerkschaft wies jegliche Spekulationen zurück, da diese Anschuldigung laut Ilona Ritter (Vorsitzende Tarifpolitik) jeglicher Grundlage entbehre.

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