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delfinarium-oeger-toursNachdem im Sealanya-Definpark in Alanya vom 6. bis zum 14. Februar 2010 vier von elf Delfinen starben, zog Öger-Tours, der größte Reiseveranstalter für Türkeireisen seine Delfintouren zurück und will vorerst auch keine mehr anbieten. Dies teilte man dem WDSF (Wal- und Delfinschutz-Forum) mit.

Das die Stornierung der Delfin-Angebote in Zusammenhang mit den jüngsten Zwischenfällen steht ist zwar nicht bestätigt, erscheint aber als sehr kausal. Im Jahr zuvor hatte das WDSF die Herkunft von zehn Delfinen aufgedeckt. Diese wurden Opfer der japanischen Delfintreibjagd und wurden für 280.000 Dollar an ein türkisches Vergnügungsunternehmen verkauft. Die Delfine werden dort unter unwürdigen Haltungsbedingungen gehalten und dies sei laut dem WDSF ein erhebliches gesundheitliches Risiko für die Säugetiere.

Unterschiedlicher könnten die „Großen“ der Reisebranche kaum reagieren. Während TUI, Schauinsland-Reisen und Thomas Cook alle Reisen zum Delfinarium in Belek und ins Dolphinland in Antalya aus ihrem Programm strichen, teilte Jahn Reisen lediglich mit, dass es im Winter keine Ausflüge zu den Delfinarien geben werde.

Dennoch werden das vom WDSF als Katastrophen-Delfinarium betitelte Delfinarium in Alanya und ein weiteres im Kemer noch immer von allen deutschen Reiseveranstalter angeboten. Der Zuständige des Qualitäts- und Umweltmanagements der TUI, Harald Zeiss gab der Umweltschutzorganisation seine Zusage zur sofortigen Überprüfung und Aufklärung der Todesfälle im Sealanya-Park. Noch vor 3 Jahren hatte sich TUI beim UNEP-Schutzprogramm „Year of the Dolphin“ für das Tier stark gemacht, wollte aber bis heute, trotz des eigens auferlegten Naturschutz-Anspruches, nicht auf die umstrittenen Delfinshows verzichten. Darüber hinaus sieht sich TUI noch in der Kritik des WDSF, da TUI Kastrationsaktionen von streunenden Katzen und Hunden in den Urlaubsregionen unterstützt und auf der eigenen Webseite erwähnt und diese Vorhaben dem Tier- und Artenschutz voranstellt.

Zustimmung der Tierschützer erntet hingegen Öger-Tours, die eben diese Ausflüge komplett aus dem Programm nahmen.

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