· Kein Kommentar · Geschrieben von:

delfin-skandalVor einigen Wochen berichteten wir bereits vom Delfin-Skandal an der türkischen Riviera. Deutschlands führender Türkei-Reiseveranstalter Öger Tours war der erste Reiseveranstalter, der seine Delfinarientouren storniert und somit auf das Drängen des WDSF reagiert hat. Jetzt bemüht sich das WDSF um den Rückzug der anderen Konzern-Reiseveranstalter aus dem, in diesem Fall, schmutzigen Delfingeschäft.

Die Reiseveranstalter TUI, REWE Touristik, Schauinsland-Reisen, alltours und Neckermann betreiben momentan Delfinarientouren an der türkischen Riviera. TUI hat lediglich zwei Delfinarientouren storniert, die der Delfinarien in Belek und Antalya. In Kemer und Alanya hingegen kommen die Reisenden weiterhin auf ihre Kosten, hier werden die sehr fragwürdigen Delfinshows weiter angeboten. Nachdem das WDSF nun die Herkunft der Delfine aus dem Delfinarium in Alanya (Sealanya) nachgewiesen hat und sich die traurige Vermutung bestätigt hat, dass es sich bei den Delfinen um Opfer aus der grausamen japanischen Delfintreibjagd handelt, sollte sich TUI im Zugzwang sehen. Das Unternehmen nahm erst vor Kurzem am „Jahr des Delfins“ – Projekt teil, das ein Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen war (UNEP). Die neuerlichen Vorfälle in den Delfinarien, die auch TUI buchte, werfen kein gutes Licht auf das Unternehmen, da dies im Widerspruch zum Engagement bei der UNEP steht. Der WDSF wirft dem Unternehmen vor, dass es trotz seiner selbst ernannten Vorbildfunktion gejagte und gefangene Delfine als Unterhaltungsangebot kommerzialisiert.

„TUI und andere Reiseveranstalter kassieren viel Geld für die Delfinarien-Touren und die Touristen werden nicht aufgeklärt, unter welch schlimmen Umständen und Folgen die Delfine der Natur entrissen werden. Dass insbesondere TUI von dem Japan-Import weiß und nicht reagiert, ist ein Skandal. Wir fordern umgehend einen Stopp der Delfinarien-Angebote, denn das Angebot regelt die Nachfrage.“ Äußert sich der Geschäftsführer des WDSF (Jürgen Ortmüller) schockiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.