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lastminute-urlaub-griechenlandGriechenland steht vor dem Abgrund. Täglich kommen neue Meldungen über die Entwicklung des Zerfalls Griechenlands. Die Pleite ist kaum noch abwendbar und nur noch eine Frage der Zeit, denn Staatsanleihen werden zu Spottpreise verkauft. Doch die Misere macht auch vor dem Tourismus in Griechenland nicht halt. Den ersten Alarm schlug der Hotelverband Hellenic Hotel Federation schon kurz vor Ostern, denn dort hinkten die Frühsommerbuchungen um rund zehn Prozent zurück. Zu Ostern verschlimmerte sich die Lage noch zunehmend, über ein 30 Prozent der Betten blieben leer. Schlussfolgernd haben weniger Urlauber in Griechenland schwere Folgen für die griechische Wirtschaft, denn allein der Tourismus macht 20 Prozent der Staatseinnahmen aus. Daran geknüpft sind rund 850.000 Arbeitsplätze in ganz Griechenland, die ebenfalls auf der Kippe stehen. Und viele privat geführte Hotels resignierten bereits aufgrund der seit Jahren zurückgehenden Tourismuszahlen. Doch auch große Reiseveranstalter wie TUI bereitet der Rückgang sorgen, denn für den Veranstalter aus Hannover ist Griechenland das viertwichtigste Reiseziel.
Das Hauptproblem liegt jedoch auf der Hand. Der Urlaub in Griechenland ist viel zu teuer und auch immer mehr Familien mit Kindern meiden Griechenland als Urlaubsziel. Im Vergleich gibt es für vier Tage Kreta bereits einen einwöchigen All-Inklusive Urlaub an der türkischen Riviera. Prinzipiell ist Griechenland nicht teurer als Spanien oder Italien, jedoch immer noch zu teuer für Leute die in der Türkei Urlaub zu Discountpreisen machen. Doch ein Tourismusmodell wie in der Türkei ist in Griechenland nicht möglich. Türkei zielt mit seinen riesigen bis zu 3000-Betten-Hotels auf Massentourismus ab. Dies ist auf den ganzen kleinen griechischen Inseln nicht zu realisieren. Auf dem Festland wäre dies eine Möglichkeit, jedoch verbringen nur etwa zehn Prozent aller Reisenden ihren Urlaub auf dem Festland. Somit kann Griechenland nicht zu einem Massentourismusziel werden, denn schon alleine die Geografie macht dies unmöglich. Aufgrund dessen sind selbst Flüge nach Santorin teurer als nach New York, da es sich für die Airlines nicht lohnt die vielen kleinen Inseln regelmäßig anzufliegen.
Doch das Preiskarussell dreht sich. Aufgrund der Rückgänge im letzten Jahr haben die deutschen Reiseveranstalter ihre Preise in dieser Saison von 6 bis 6,5 Prozent gesenkt. Und auch immer mehr Last-Minute-Angebote sind in den Reisebüros sowie im Internet zu finden.

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