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umsaetze-reiseveranstalterDas Flugverbot durch die Aschewolke aus Island hat die Ergebnisse der Reisekonzerne stark belastet. Allein Marktführer Tui muss Kosten um 100 Million Euro stemmen. Der zweitgrößte Veranstalter in Europa Thomas Cook mit seinen Marken Neckermann Reisen und Bucher Last Minute geht von rund 82 Millionen Euro Kosten aus, die durch die Flugausfälle entstanden sind. Entstanden sind die Kosten jedoch nicht nur durch die Flugausfälle an sich, sondern auch durch die vor Ort Betreuung der Urlauber sowie die organisierten Rückholaktionen.
Nach dem Krisenjahr 2009 sind grundsätzlich alle Reiseveranstalter wieder auf dem Erholungskurs. Die saisontypischen Verluste, die Reiseveranstalter in den Wintermonaten einfahren, konnten verringert werden. Im zweiten Geschäftsquartal konnte der Tui-Konzern bis Ende März seinen Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um gut 25% auf 252 Millionen Euro senken. Zum Vergleich, im Vorjahr konnte Tui einen Gewinn von rund 744 Millionen Eure erzielen, dies ist jedoch auf den Verkauf der Reederei Hapag-Lloyd zurückzuführen. Der Umsatz des Tui-Konzern ging ebenfalls um 6,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zurück. Ursache hierfür ist auch das knappere Reiseangebot der Tochter Tui Travel. Wegen der Wirtschaftskrise wurde das Flug- und Hotelangebot abgespeckt um Reisen mit schwacher Nachfrage nicht zu Ramschpreisen verkaufen zu müssen.
Positiv ist die Entwicklung hingegen bei der Container-Reederei Hapag-Lloyd an dem der Tui-Konzern noch mit 43 Prozent beteiligt ist. Die Reederei die 2009 sogar noch auf Staatshilfe angewiesen war, konnte seinen Umsatz um 13 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigern. Mit etwa 13 Millionen Euro konnte man auch wieder schwarze Zahlen schreiben. Profitiert hat die Reederei von dem sehr harten Sparprogramm sowie der steigenden Nachfrage im Frachtgeschäft.
Der Verlust bei Thomas Cook konnte ebenfalls im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März von 227 Millionen Pfund auf 212 Millionen Pfund gesenkt werden. Doch auch bei Thomas Cook sank der Umsatz aufgrund des reduzierten Flug- und Hotelangebots um fünf Prozent auf 3,3 Milliarden Pfund. Jedoch zeigte sich die Führungsriege von Thomas Cook sehr zuversichtlich, die gesetzten Ziele im Gesamtjahr zu erreichen. Auch mit den Sommerbuchungen ist man seitens Thomas Cook sehr zufrieden, da diese in Deutschland und Österreich um ein Prozent höher liegen als im Vorjahr. Griechenland hingegen leidet an seiner eigenen Krise. Laut Thomas Cook sind die Griechenland-Buchungen in Deutschland und Großbritannien in den letzten vier Wochen im Vergleich zum Vorjahr um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen.

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