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Sommer2010-Aufwaertstrend-NachwuchsmangelDie Erwartungen sind seit 2009 gestiegen und die Toursimusbranche schaut sehr euphorisch in Richtung Sommer 2010. Unternehmen der Touristikbranche investieren wieder mehr Geld und steigern Budgets für Modernisierung und Ersatzbeschaffung. Das einzige Problem ist der anhaltende Nachwuchsmangel.

Der Beschäftigungsabbau der letzten Jahre ist gestoppt. Es gibt Unternehmen, die in einigen Departments sogar wieder mehr einstellen. Diese Resultate gehen als Kernfakten aus dem Tourismusreport Sommer 2010 hervor. Dieser wurde gestern vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin vorgelegt. Bereits im Winter/Frühjahr war dieser Trend absehbar und man erwartet, dass sich dieser im Sommer 2010 fortsetzt. Auch die sich entspannte allgemein konjunkturelle Situation lässt auf Entspannung des Geschäftsreisemarktes hoffen. Darüber hinaus freut sich das Gastgewerbe über den noch immer anhaltenden Trend zum Urlaub in Deutschland und den wieder erstarkten und weiterwachsenden Auslandsmärkten. Optimismus verspürt man auch bei den Reiseveranstaltern, da sogar in der Campingbranche, die mit dem Jahr 2009 ein absolutes Rekordjahr geschrieben hat, von erneuten Zuwächsen ausgegangen wird und von Personalaufstockung die Rede ist.

Die Unternehmen nehmen unterschiedliche Preiskalkulationen vor: Obwohl sich die Kosten für Übernachtungen kaum erhöhen, planen 20 % der Reiseveranstalter und Busunternehmen die Preise ansteigen zu lassen. In Gastronomie und dem Campingsektor ist ebenfalls mit Preiserhöhungen zu rechnen. Das angesprochene Problem des Gastgewerbes, der Nachwuchsmangel, rührt daher, dass Auszubildende in diesem Bereich knapp werden. Dies ist durch den demographischen Wandel zu begründen. Während im vergangenen Jahr stolze 43% der Unternehmen nicht alle Lehrstellen besetzen konnten, waren es in Mecklenburg Vorpommern sogar 77% der Unternehmen, die ihre freien Lehrstellen nicht besetzen konnten. Ein daraus resultierender Fachkräftemangel könnte die Branche in den folgenden Jahren kalt erwischen.

Daher müssen die Unternehmen in den folgenden Jahren die Weiterbildung der bereits vorhandenen Mitarbeiter als oberste Priorität festlegen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Diese Notwendigkeit ist noch nicht allen Unternehmen bewusst: In der Gastronomie hat lediglich knapp jedes zweite Unternehmen ein Weiterbildungsbudget. Im Beherbergungssektor schaut man zumindest bereits auf zwei Drittel der Unternehmen.

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