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Touristik-News-ArtenschutzLebende Tiere im Handgepäck? Man kann es eigentlich nicht glauben, doch es gibt tatsächlich Urlauber die so etwas machen: 2009 hatte ein Tourist sechs ägyptische Landschildkröten mit Klebeband zusammengebunden und im Handgepäck verstaut. Vier der Tiere starben.
Der Zoll möchte nun mit neuen Maßnahmen die Urlauber aufklären, dass viele ihrer Reisesouvenirs unter Artenschutz stehen. Denn während 2007 14.000 geschützte Arten von Urlaubern eingeführt wurden, waren es 2009 schon über 39.000. Die meisten Touristen wissen gar nicht, das einige ihrer Mitbringsel aus fernen Reiseländern am Flughafen ziemlich teuer für sie werden können. Wenn etwas unter das Artenschutzabkommen fällt kann es für den Urlauber Geldstrafen von mehreren hundert Euro geben. Um dem vorzubeugen, möchte das Bundesamt in den deutschen Ferienfliegern kurze Filme zeigen, die den Urlaubern bewusst machen sollen, was sie aus ihrem Reiseland mitbringen dürfen und was nicht. Beispielsweise steht jede Koralle unter Artenschutz, doch vor allem in armen Fernreiseländern werden sie gerade von Einheimischen verkauft, da Touristen dafür viel Geld zahlen. Da Zöllner aber nicht unterscheiden können, ob die Koralle nun im Ausland gekauft, oder am Strand gefunden wurde, sind alle Korallenarten verboten. An immer mehr Flughäfen werden jetzt außerdem „Artenschutz-Hunde“ eingesetzt, die, wie Drogenspürhunde, die Koffer der Urlauber abschnüffeln und bei illegal eingeführte Arten Alarm schlagen. Auf den Flughäfen Frankfurt am Main und Düsseldorf ist dies bereits Praxis.
Doch nicht nur die Touristen sind an den vielen Artenschutz-Vergehen schuld. Heutzutage wird auch eine Menge über das Internet bestellt, was in Deutschland unter Einfuhr-Verbot steht. Beispielsweise Bärenfell oder Affenfleisch.
Wenn aus dem Reiseland eingeführte Tiere Glück haben, dann geht es gut aus, wie bei den Schildkröteneiern, die eine Urlauberin von den Seychellen mitbrachte: Der Zoll fand sie und im Frankfurter Zoo wurden die fünf seltenen Meeresschildkröten ausgebrütet. Eine Fluggesellschaft nahm die aufgepäppelten Tiere dann wieder kostenlos mit in die Heimat, wo sie ausgewildert wurden.
Die Bundesbehörden empfehlen allen Touristen sich auf jeden Fall vor der Fernreise schon über Artenschutz bei den zuständigen Behörden oder online z.B. bei HolidayInsider zu informieren, um dem Zoll und den Urlaubern selbst böse Überraschungen zu ersparen.

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