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nachhaltiger-urlaubUmweltfreundlicher und nachhaltiger Urlaub steht für immer mehr Urlauber stark im Vordergrund. Der Preis ist schon lange nicht mehr der einzige Faktor, nachdem Urlauber sich eine Reise aussuchen. Doch woher bekommt man als Urlauber solche Informationen über die Umweltverträglichkeit? Die Reisekataloge bieten nur wenig Infos über den Ressourcenverbrauch der verschiedenen Reisen oder anderweitige Hinweise auf Klimafreundlichkeit. Ein Test der Umweltorganisation WWF bei über 80 verschiedenen deutschen Reiseveranstaltern legt jetzt offen, dass im Punkto Kundeninformation zur Umweltverträglichkeit der verschiedenen Reisen starker Nachholbedarf besteht. Doch es gibt auch Anbieter die sich auf einem guten Weg befinden. Untersucht wurde, welche Informationen zur Umweltverträglichkeit einfach und transparent für den Urlauber zu finden sind und welche man sich mühsam selbst zusammensuchen und recherchieren muss. Mit in die Bewertung flossen auch Angaben zu klimawirksamen Emissionen, existierende Umweltzertifikate und der Verbrauch von Ressourcen wie Energie und Wasser ein. Martina Kohl, die Tourismusexpertin bei WWF erklärte, dass umweltorientierte Urlauber oft einen super Spürsinn brauchen um geeignete Informationen zu finden. Generell sollten diese Informationen genauso präsentiert werden wie Gästebewertungen oder mögliche Rabatte. Doch Frau Kohl konnte auch positive Anzeichen feststellen. Die meisten Veranstalter bieten bereits einen Emissionsrechner für Flugreisen an. Etwa 35 Prozent der untersuchten Reiseveranstalter haben umweltfreundliche Produkte in ihrem Angebot und rund ein drittel vermittelt auch aktiv Informationen darüber. Sieben Anbieter wie z.B. TUI aber auch kleinere Spezialanbieter wie Rucksack Reisen sind auf einem guten Weg bei der Offenlegung von Umweltinformationen. Bei acht Veranstaltern hingegen ist die Informationspolitik als eher mangelhaft einzustufen. Im Mittelfeld liegen z.B. Ameropa oder Wikinger Reisen. Die vollständige Liste mit allen Platzierungen gibt es bei WWF als pdf.
Viele Veranstalter wollten jedoch auch nicht recht mit Ihren Informationen herausrücken und weigerten sich strikt an der Befragung von WWF teilzunehmen. Dies spiegelt auch die Situation wieder, wie Informationen an die Zielgruppe den potentiellen Urlauber herangetragen werden.

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