· Kein Kommentar · Geschrieben von:

deutsche-bahn-entschaedigungDer Bahnchef Rüdiger Grube hatte sich zur Aufgabe gemacht, den deutschen Zugverkehr wieder auf Vordermann zu bringen. Zurückgeworfen wurde er bei diesem Vorhaben durch die immer wieder auftretenden technischen Problemen der Zugflotte, wie zuletzt auch durch den Ausfall der Klimaanlagen in den ICE’s. All diese Probleme haben dem Konzern sehr viel Geld gekostet aber auch einen riesigen Imageschaden zugefügt. In Zahlen sind dies rund 73 Millionen Euro Kosten für die ICE Ausfälle im letzten frostigen Winter und weitere 40 Millionen Euro Minus, welche durch die Wartungsmängel der S-Bahnen entstanden sind. Zum Ausfall der Klimaanlagen könne man noch keine genauen Kosten beziffern, laut Bahnchef Grube. Was aber klar ist, dass bislang 5627 Kunden eine Entschädigung erhalten haben, was Kosten von 374.000 Euro ausmacht. Weitere Kosten werden für die Überprüfung und Instandsetzung der Klimaanlagen und wahrscheinlich weiteren Entschädigungen hinzukommen. Um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen soll auf lange Sicht gesehen eine Qualitäts- und Kunden-Offensive stattfinden. Ebenso soll hiermit die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Bahn verbessert werden. Einführen möchte der Bahnchef auch einen sogenannten „Chief Quality Officer“ der Qualitätsrichtlinien im Unternehmen durchsetzen soll und unter anderem die Gebiete Verlässlichkeit im Betrieb und Sicherheit der Bahn verbessert.
Trotz der ganzen Pannen konnte der Gesamtkonzern der Bahn ihren Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich steigern. Das Betriebsergebnis lag nach dem Krisenjahr 2009 bei 846 Millionen Euro und steigerte sich somit um 26,1 Prozent. Der Umsatz verzeichnete eine Steigerung von 12,8 Prozent und steig somit auf 16,1 Milliarden Euro. Zurückzuführen ist dies auf die Logistik-Sparte, die sich nach der Krise wieder im Aufwind befindet. Auch die Deutsche Bahn konnte ihren Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 23 Millionen Euro steigern. Zurückzuführen sei dies auch auf den Vulkanausbruch und dem zu der Zeit gesperrten Luftraum. Für das weitere Jahr 2010 schraubt man seitens der Bahn die Umsatzprognose nochmals auf 32 Milliarden Euro hoch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.