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Verschiebung der Aktienanteile bei dem Reisekonzern TUI. Der Großaktionär Mordaschow hat den Zukauf bereits beim Kartellamt angemeldet und möchte gerne seine Anteile auf 25 Prozent erhöhen. Die Sperrminorität wäre damit erreicht.

Machtverschiebung bei TUIDer russische Investor und Aktionär Alexej Mordaschow möchte seinen Aktienanteil auf über 25 Prozent erhöhen. Nach jahrelangen hin und her könnten sich so die Fronten bei TUI verschieben. Deutlich mehr Anteile hätte Alexej Mordaschow dann gegenüber dem norwegischen Großaktionär John Frederiksen, der rund 15 Prozent der TUI-Anteile hält. Dieser ist vermehrt im Streit um die zukünftige und langfristige Planung des TUI-Konzerns mit dem TUI-Management aneinander geraten. Mordaschow hingegen stand voll hinter dem TUI-Management und stärke diesem den Rücken. Mit den 25 Prozent verfügt Mordashow über eine Sperrminorität, mit der er die Pläne des Norwegers noch einfacher auf der Hauptversammlung blockieren könnte.

An der Börse legte die Aktie aufgrund der Spekulationen zeitweise um rund 6 Prozent zu. Dies auch aufgrund der Annahme das Mordaschow, der momentan 18 Prozent der Anteile hält, vielleicht langfristig die Übernahme von TUI plane. Jedoch wurde diese Spekulation zurückgewiesen.
Auch anderweitig ist TUI bereits mit Mordashow zusammen aktiv. Man hält Zusammen die Mehrheit am Moskauer Reiseveranstalter Mostravel, von dem man sich laut TUI mehr Chancen auf dem russischen Reisemarkt erhofft.

Bereits am Freitag hatte Mordashow seine Pläne an die zuständigen deutschen und österreichischen Kartellämter mitgeteilt. Die Kartellämter haben jetzt bis Ende September Zeit, das Vorhaben Mordahow’s genauer zu betrachten und zu bewerten. Wie genau Mordashow seine Beteiligung ausbauen will ist ebenfalls ungewiss. Möglich wäre die Aktien am Markt zu kaufen. Sein Gegenspieler Fredriksen hat sich bezüglich der Pläne noch nicht geäußert. Gewiss ist allerdings, dass dieser den Russen nicht unterstützen wird und ihm somit keine Aktien verkauft.

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