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TUI Travel ist nach einem eher durchwachsenen Sommergeschäft wieder optimistischer, da das Wintergeschäft 2010 gut angelaufen ist.

Erhöhte Winterpreise bei Tui TravelBeim größten europäischen Reiseveranstalter TUI Travel schlägt man wieder optimistischere Töne an da das Wintergeschäft gut angelaufen ist, nachdem man ein eher durchwachsenes Sommergeschäft zu verzeichnen hatte. Das positive Wintergeschäft sei auch auf allen Märkten zu spüren.

In Deutschland lägen die durchschnittlichen Verkaufspreise für einen Winterurlaub ein Prozent über dem Vorjahresniveau. In Großbritannien liegen die Preise sogar zehn Prozent über dem Vergleichszeitraum vom letzten Jahr. Doch auch das Sommergeschäft hat sich in den letzten Wochen der Saison noch etwas besser entwickelt. Profitieren konnte TUI Travel auch durch einige Insolvenzen kleinerer Reiseveranstalter und Fluggesellschaften.

Gute Nachrichten sind dies auch für die deutsche Konzernmutter TUI, welche etwa 57 Prozente der Anteile hält und über einen kompletten Rückkauf der Tochter nachdenkt. Auch positiv wirkte sich dies auf die TUI-Travel-Aktie aus, welche gestern um 4,2 Prozent auf 226 Pence stieg. Die Aktie von TUI notierte gestern mit 3,2 Prozent im Plus.

Noch Anfang August musst TUI Travel seine Erwartungen für das Ende September ausgelaufene Geschäftsjahr stark zurückschrauben, da TUI Travel durch eine starke Buchungsflaute im zweitwichtigsten Markt Großbritannien nach hinten geworfen wurde. Dies ist vor allem auf die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island und der daraus resultierenden Luftraumsperrung sowie auf das ungewöhnlich gute Wetter in Großbritannien zurückzuführen. Viele Leute hatten auf Grund des schönen Wetters auf Reisen verzichtet. Um die Betten- und Flugkontingente dennoch loszuwerden, hatte TUI die Preise gesenkt und so auch eine geringere Rendite in Kauf genommen. Grundsätzlich verdienen Reiseveranstalter ihr Geld traditionell im Sommer und im Winter werden Verluste in Kauf genommen.

Zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen zuletzt die Verkaufspreise für den Sommer im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland. Im Gegenzug legte die Zahl der Kunden um fünf Prozent zu. Um zehn Prozent konnte TUI Travel hingegen die Preise in Großbritannien anheben. Der Markt ist dort anders strukturiert, da sich in Großbritannien nur wenige kleine Reiseveranstalter tummeln und den großen Konzerne mit Kampfpreisen die Marktanteile wegschnappen. Obwohl die Aussichten eher gut sind, bleibt TUI Travel vorsichtig mit Prognosen für das neue Geschäftsjahr und prüft laut Geschäftsleitung weitere Kostensenkungen.

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