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Aufgrund eines IT-Fehlers muss der Reiseveranstalter TUI-Travel seine Bilanz bereinigen. 88 Millionen Pfund müssen extra abgeschrieben werden. Der Finanzvorstand nahm dafür seinen Hut.

bilanzloch-bei-tuiDer große Reiseveranstalter TUI-Travel muss seinen Jahresabschluss für 2009 korrigieren, da Lücken in der Bilanz entdeckt wurden. Ein Fehler im IT-System führt zu zusätzlichen Abschreibungen von 88 Millionen Pfund, welche den operativen Gewinn nachträglich um 42 Millionen Pfund schmälern. Zu diesen Problemen führte eine Lücke im IT-System in Großbritannien. Buchungen in den Reisebüros wurden dabei nicht mit den Zahlen beim Reiseveranstalter abgeglichen, sodass Stornierungen oder Rabatte nicht automatisch weitergegeben wurden. Daraus sind über die Jahre jetzt die Millionen Summen entstanden. Auch die deutsche TUI-Mutter muss ihren bereinigten operativen Gewinn für 2009 um 45 Millionen Euro nach unten korrigieren.

Der operative Gewinn des Veranstalters liegt für das Geschäftsjahr 2008/2009 jetzt bei 401 statt 443 Millionen Pfund und auch die Reserven sind um 70 Millionen Pfund geschmolzen. Bei der TUI-Mutter fallen Abschreibungen in Höhe von 120 Millionen Euro an. Dadurch schrumpft das Ergebnis um 45 Millionen Euro und auch das Eigenkapital schrumpft nachträglich um 75 Millionen Euro.

Die Anleger reagierten abgeschreckt und stießen die Aktien von TUI und TUI-Travel ab, die auch vier bzw. etwa sechs Prozent im Minus lagen. Auch zog der Finanzvorstand Paul Bowtell die Konsequenz aus der Situation und zum Ende des Jahres seinen Hut.

Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass dieser Fehler keine Auswirkungen auf den Barbestand und die Verschuldung des Unternehmens hat. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet man weiterhin ein positives Konzernergebnis. Hierzu trägt auch die positive Entwicklung der Winterbuchungen für dieses Geschäftsjahr bei.

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