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Im April des kommenden Jahres will die Lufthansa ein weiteres Mal Luftfahrtgeschichte schreiben - ab dann sind Linienflüge mit umweltfreundlicherem Flugbenzin geplant. Da es bisher auch keine Langzeitstudien gibt, will die Lufthansa in dieser Sache eine Vorreiterrolle einnehmen.

Triebwerk eines FlugzeugesNachhaltiger Tourismus, regenerative Energien und Umweltbewusstsein – das sind Schlagwörter, die man in den Medien heutzutage bereits nahezu täglich wiederfindet. Doch in der Luftfahrt sucht man bisher noch vergebens nach alternativen Antrieben. Zwar werden die Triebwerke immer besser und umweltfreundlicher, doch letztendlich verbrennen alle das gleiche Flugbenzin. Ab 2011 könnte sich das zumindest teilweise ändern. Schon seit Jahren forschen Airlines und Triebwerkhersteller an Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß der Flugzeuge zu verringern, ohne dass teure Umbaumaßnahmen an den Fliegern vorgenommen werden müssen.

Die Lösung bietet nun ein finnischer Treibstofflieferant: Dem normalen Flugbenzin wird bis zu 50% Bio-Kraftstoff beigemischt. Dieser Kraftstoff wird ausschließlich aus Pflanzen gewonnen, die nicht auch zur Nahrungsmittelproduktion verwendet werden können. Gegenwärtig wird diese Methode beispielsweise in der Automobilindustrie angewandt. Liegen bis April 2011 alle Genehmigungen vor, will die Lufthansa einen Airbus A321 im Pendelbetrieb von Frankfurt nach Hamburg an einem Triebwerk mit dem Bio-Kraftstoff-Gemisch betreiben und so die Langzeitauswirkung auf das Flugverhalten und auf die Motoren ermitteln. Überwacht wird der Test unter anderem von der Technischen Universität München. Bis der Bio-Kraftstoff allerdings im Regelbetrieb bei allen Flugzeugen eingesetzt werden kann, könnten noch 10 bis 15 Jahre vergehen. Derzeit wird das Benzin noch nicht industriell hergestellt und ist daher etwa 3,45 mal so teuer wie normales Flugbenzin.

Die Lufthansa kostet dieser Test etwa 7 Millionen Euro. Geld, welches allerdings eine gute Investition in die Zukunft ist, da das Flugbenzin bei nahezu allen turbinengetriebenen Flugzeugen ohne größere Umbaumaßnahmen eingesetzt werden kann.

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