· Kein Kommentar · Geschrieben von:

Durch den Streik der spanischen Fluglosten saßen zu Beginn dieses Monats hunderttausende Passagiere an den Flughäfen fest. Die spanische Regierung will nun gleiche Zustände in der Weihnachtszeit verhindern.

Die spanische Regierung hat nun offiziell das Parlament dazu aufgefordert, den Anfang des Monats ausgerufenen Notstand im Luftverkehr bis Mitte Januar 2011 zu verlängern, so die Aussage des stellvertretenden Ministerpräsidenten Perez Rubalcaba. Dadurch soll verhindert werden, dass über die Weihnachtsfeiertage und in den Weihnachtsferien abermals hunderttausende Reisende an den Flughäfen festsitzen und ihren Urlaub stornieren müssen. Hintergrund ist, dass Beschäftigte, die während eines Notstands die Arbeit verweigern, vor einem Militärgericht angeklagt werden können. Diese drastischen Konsequenzen sollen einen Streik der Fluglotsen und ein daraus resultierendes Flugchaos zur Weihnachtszeit in Spanien verhindern. Die Regierung geht davon aus, dass die Abgeordneten des Parlaments der Aufforderung nachkommen werden und eine Verlängerung des Notstands beschließen.

Der Notstand im Luftverkehr wurde in Spanien ausgerufen, nachdem am 3. Dezember diesen Jahres die spanischen Fluglotsen nach geheimer Absprache für 24 Stunden die Arbeit niederlegten oder sich krank meldeten. Dadurch kam nahezu der gesamte Flugverkehr im Luftraum des Landes zum Erliegen. Als Folge davon saßen rund 600.000 Reisende allein an den spanischen Flughäfen fest, der Streik hatte aber auch erheblichen Auswirkungen für Reisende in anderen Ländern Europas. Der Notstand in Spanien war der erste seit der Demokratisierung des Landes im Jahre 1978.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.