· Kein Kommentar · Geschrieben von:

Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn war in den letzten Wochen ein großes Thema bei vielen Fernreisenden aber auch im Nahverkehr. Die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn wurde nun in einem Artikel statistisch belegt.

Was der Großteil der Bahnreisenden in diesem Winter und insbesondere in den Tagen vor Weihnachten am eigenen Leib erfuhr, ist nun scheinbar auch statistisch belegt – die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn lässt sehr zu wünschen übrig.

Einem Bericht zufolge kam es im Dezember zu drastischen Einbrüchen bei der Pünktlichkeit gekommen. Im Regionalverkehr fuhren häufig nur sechs von zehn Zügen pünktlich, im Fernverkehr gelang es statistisch betrachtet, zeitweise nur fünf von 10 Zügen die Bahnhöfe zum angegebenen Zeitpunkt anzufahren. Diese Zahlen will der Tagesspiegel aus einer internen Statistik der Deutschen Bahn erhalten haben. Die Auswertungen über Pünktlichkeitswerte der Bahn werden normalerweise vom Unternehmen streng geheim gehalten. Aus diesem Grund gibt es seitens der Bahn keinen Kommentar zu den vorliegenden Zahlen, lediglich den Vorwurf, dass die Betrachtung einzelner Tage „irreführend“ sei.

Betrachtet wurde der Zeitraum vom 13.-26. Dezember 2010, als es zu starken Schneefällen, Eisregen und tiefen Temperaturen in der Bundesrepublik kam, welche den Bahnverkehr massiv behinderten. Besonders betroffen war der 26.12., also der zweite Weihnachtsfeiertag: IC- und ICE-Reisende hatten an diesem Tag lediglich eine etwa 20-prozentige Chance, rechtzeitig ihr Ziel zu erreichen. Ähnlich sah es am 17.Dezember aus auch an diesem Tag schaffte es lediglich ein Bruchteil aller Züge, den Fahrplan einzuhalten.

Lagen die Pünktlichkeitswerte im Wochendurchschnitt vom 13.-19. Dezember bereits bei lediglich 40%, fuhren in der Woche vom 20.-26. Dezember im Schnitt nicht einmal 30% der Züge pünktlich ab.

Normalerweise ist im Fernverkehr mit Pünktlichkeitswerten von 80-90% zu rechnen. Im Regionalverkehr hingegen sah es nicht ganz so schlimm aus: Hier lag der niedrigste Pünktlichkeitswert bei gut 61% der Züge am 17.12.2010 und im Durchschnitt der beiden betrachteten Wochen bei etwa 73%.

Inzwischen hat sich die Situation aufgrund des milderen Wetters gebessert. Dennoch gibt es bei der Bahn noch keine Entwarnung. Viele ICE- Züge müssen aufgrund von Achsschäden derzeit in die Werkstatt, so dass keine Reservezüge mehr vorhanden sind. Außerdem stellen eingefrorene Weichen, Schneeverwehungen die Gleise blockieren und auch gerissene Oberleitungen häufig immer noch ein Problem für den Bahnverkehr dar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.