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Die Bahn will wegen der vielen Ausfälle in den vergangenen Wochen vorbereitet sein und rüstet deshalb schon bestellte Regionalwagen zu Fernzügen um.

Das größte Defizit der Bahn ist laut Bundesverkehrsministerium der Mangel an Fahrzeugen. Der Grund hierfür sei die lange Herstellungsdauer der Züge, so die Aussage der Deutschen Bahn. Bis ein Zug fertig gestellt und zugelassen ist, vergehen im Durchschnitt 5 Jahre. Aus diesem Grund wird bei der Deutschen Bahn jetzt improvisiert: Bereits bestellte Züge, die eigentlich für den Regionalverkehr angedacht waren, werden zu Fernzügen umgerüstet.

Konkret handelt es sich dabei um 27 Züge mit insgesamt 135 einzelnen Wagen, die beim Schienentechnik-Hersteller Bombardier bestellt wurden und ursprünglich in knapp 2 Jahren im Regionalverkehr eingesetzt werden sollten. Das besondere an diesen Zügen ist, dass es sich um Doppelstock-Züge handelt, die normalerweise nicht im Fernverkehr sondern nur im Regionalverkehr eingesetzt werden. Für die Zugreisenden erfreulich ist dabei, dass die neuen Fernzüge deutlich geräumiger sind als die sich derzeit im Einsatz befindenen ICE-Züge. Hinzu kommt, dass sich Steckdosen und Leselampen an den Sitzen befinden und viel mehr Möglichkeiten für die Gepäckverstauung bestehen. Durch den größeren zur Verfügung stehenden Raum ist es zudem gewährleistet, dass Fahrräder innerhalb des Zuges transportiert werden können. Insgesamt 200 alte IC-Wagen sollen mit den 135 neuen Wagen ersetzt werden, so dass sie anschließend restauriert werden können und danach als Reservewagen zu Verfügung stehen.

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt des Einsatzes von Doppelstock-Waggons im Fernverkehr ist auch die Frage nach der maximalen Geschwindigkeit. Laut Bahn sind die Doppeldecker für eine Maximalgeschwindigkeit von 160km/h zugelassen. Durch eine Umrüstung könne diese aber auf 185km/h erhöht werden. Diese Geschwindigkeit sei dann auch ausreichend für den Fernverkehr.

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