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Der Untergang eines Touristenbootes im Norden Vietnams kostete zwölf Menschen das Leben. Der Kapitän des Bootes und der Veranstalter der Tour werden jetzt zur Rechenschaft gezogen. Für den Ausflug hatte der Veranstalter keine Lizenz.

In Nordvietnam in der Bucht von Halong versank vor einem Monat die Dschunke “Bien Mo”, zu Deutsch “Ozeantraum”. Das Bootsunglück kostete zwölf Menschen das Leben. Der Veranstalter der Reise, der die Bootsfahrt ohne Lizenz vorgenommen hatte, wurde jetzt zur Zahlung einer Geldstrafe von umgerechnet 500 Euro bestraft. Außerdem wurde ihm untersagt, weiterhin Touristenfahrten anzubieten.

Der Kapitän und der Maschinist der “Bien Mo” wurden verhaftet. Ihnen wird Fahrlässigkeit vorgeworfen und sie müssen mit einer empfindlichen Gefängnisstrafe von bis zu zwölf Jahren rechnen.

Die Halong-Bucht, in der sich das tragische Unglück ereignete, ist eine Bucht in der Provinz Quang Ninh, die sich im Nordosten des Landes befindet. Die Bucht ist bei Touristen sehr beliebt und stellt eine der größten Touristenattraktionen in Vietnam dar. In jedem Jahr statten über zwei Millionen Touristen aus dem In- und Ausland der Bucht einen Besuch ab. Hierbei erfolgt die Übernachtung, so wie auch bei dem Unglücksboot, sehr häufig an Bord.

Das Boot versank zum Ende der Nacht kurz vor Sonnenaufgang. Der Motor war zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb. Über eine offene Leitung konnte Wasser in das Boot gelangen. Die Pumpen, die in einem solchen Fall eingedrungenes Wasser entfernen, arbeiteten wegen des Motorenstillstandes nicht.

Überlebt haben das Unglück nur sechs Mitglieder der Besatzung und neun Touristen, darunter ein Reisender aus Deutschland. Zehn Urlauber aus Russland, Japan und der westlichen Welt ließen in der Halong-Bucht ihr Leben

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