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Die Deutsche Bahn hofft, im Sommer 2011 die grundsätzliche Freigabe für eine ICE-Strecke nach London zu erhalten. Im Jahr 2013 soll der deutsche Schnellzug die englische Hauptstadt mit zahlreichen europäischen Metropolen direkt verbinden.

Knackpunkt dieser Pläne ist die notwendige Benutzung des Eurotunnels, der das Festland mit der britischen Insel verbindet. Die alten Sicherheitsvorschriften ließen eine Benutzung der Anlage durch den ICE nicht zu. Diese Bestimmungen wurden mittlerweile geändert. Die Europäische Eisenbahnagentur ERA unterzog die neuen Sicherheitsvorschriften, die einen Einsatz des deutschen Hochgeschwindigkeitszugs erlauben, einer genauen Prüfung und stufte diese „als unbedenklich“ ein.

Die ERA erhob keinen Einspruch gegen gekoppelte Züge oder gegen Züge, die über mehrere angetriebene Zugteile verfügen. Dieser Schritt war für einen möglichen Einsatz des ICEs im Eurotunnel unabdingbar. Bei der Deutschen Bahn feiert man die Entscheidung der ERA deshalb als den entscheidenden Durchbruch. Nun hoffe man, bis Sommer 2011 eine grundsätzliche Freigabe für den ICE im Eurotunnel durch die Tunnelsicherheitsbehörde IGC zu erhalten, erklärt Bahnvorstand Ulrich Homburg das weitere Vorgehen. Damit wäre der Grundstein gelegt, „London ab 2013 mit zahlreichen neuen Städten auf dem europäischen Festland direkt mit dem ICE zu verbinden“, so der hoffnungsvolle 55-Jährige. Diese Pläne der Bahn seien jetzt „in greifbarer Nähe“.

Einen erfolgreichen Testlauf gab es bereits. Als Werbung für die eigenen Pläne schickte die Deutsche Bahn einen ICE 3 im Oktober 2010 nach London.

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