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Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr ist auf Sizilien der Ätna, Europas aktivster Vulkan, ausgebrochen. Die Behörden stellten in der nur 30 km entfernten Stadt Catania aufgrund heftigen Ascheausstoßes den regionalen Flughafenbetrieb vorübergehend ein.

Nach vorangegangenen Explosionen sowie anhaltendem Tremor in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli erfolgte am Samstag, dem 9. Juli 2011 um 14 Uhr der Höhepunkt des aktuellen Ausbruchs. Zwei Stunden lang schleuderte der Ätna mehrere Kilometer hoch rotglühende Flammen, pyroklastisches Material und Rauchwolken aus den Gipfelkratern an der Ostseite. Menschen kamen nicht zu Schaden, da der Lavastrom auf dem gleichen Wege wie bei den vorherigen Malen in ein angrenzendes unbesiedeltes Tal abgeflossen ist. Gegen 14.45 Uhr änderten sich die pulsierenden Explosionen zu einer permanenten Lavafontäne, begleitet von einer mächtigen Eruptionssäule. Ab 17.30 Uhr ließen die vulkanischen Aktivitäten deutlich nach und kehrten zu niedrigen Werten zurück. Nach inzwischen routinemäßig durchgeführten Reinigungsarbeiten konnten die Landebahnen des Airports Fontanarossa in Catania gegen 6 Uhr morgens wieder freigegeben und die damit verbundene Umleitung des Flugverkehrs nach Palermo aufgehoben werden.

Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie stuft die häufigen seismologischen Ereignisse der letzten Jahre als relativ ungefährlich ein. Das war nicht immer so, im Jahre 1969 verloren rund 15.000 Menschen bei dem bisher stärksten Ausbruch des Vulkans ihr Leben. Die Mittelmeerinsel Sizilien profilierte sich dennoch dank der spektakulären Naturschauspiele am Ätna als gut frequentiertes Urlaubsziel. Für die Anwohner hingegen bleibt nach jedem Ausbruch viel Arbeit zurück, da die gesamte Umgebung von der schwarzen Ascheschicht befreit werden muss.

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