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Jedes Jahr aufs neue lassen sich die Medien auf aller Welt kreative Aprilscherze einfallen - hier eine kleine Auswahl aus vergangenen Jahren.

E-Mail für Dich

Am 1. April 2010 schlossen sich 57 deutsche Radiosender zusammen und gaben bekannt, dass es bald 1 Cent Porto kosten würde, eine E-Mail zu versenden. Grund für das E-Mail-Porto seien die steigenden Einnahmeverluste durch das sinkende Brief-Volumen, welches damit ausgeglichen werden sollte.

 

Minuspunkte

Das wäre ja auch zu schön gewesen – Los kaufen und mit ein bisschen Glück einen Punkt in Flensburg wieder loswerden. Und auch an diesem Aprilscherz waren einige Radiosender beteiligt, welche am 1. April …. verkündeten, dass das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg Verkehrssündern 60.000 Punkte erlassen wolle, um sein Image aufzupolieren. Auf einer eigens für den Scherz erstellten Website konnte man sich um den Punkteerlass bewerben. Das Kraftfahrtbundesamt selbst fand den Scherz wohl nur geringfügig witzig.

 

Wo Spaghetti von den Bäumen wachsen

Kräftig auf den Arm genommen wurden auch die Briten und zwar vom eigentlich seriösen TV-Giganten BBC. In einem TV-Beitrag  am 1. April 1957 berichtete der Fernsehsender über den Start der Spaghetti-Ernte in der Schweiz. Im kurzen Einspieler war eine Schweizerin zu sehen, die achtsam Spaghetti von einem Strauch pflückt und anschließend zum Trocknen in die Sonne legt. Einige Briten erkundigten sich darauf hin, wo man einen solchen Strauch erwerben könne.

 

Die ungeahnten Fähigkeiten von Nylonstrümpfen

Am 1. April 1962 verkündete ein Moderator im einzigen Fernsehkanal Schwedens, dass nun endlich Schluss sei mit Schwarz-Weiß-Fernsehen, da es eine neue Sendetechnik ermögliche mit jedem Fernsehgerät nun auch farbige Bilder zu empfangen. Alls was man tun müsse, sei einen Nylon-Strumpf über den Fernseher zu stülpen. Mit der Folge, dass mehrere tausend Schweden Damenstrümpfe über ihr TV-Gerät gezogen haben sollen. Am 1. April 1970 wurde dann aber tatsächlich das Farbfernsehen in Schweden eingeführt – auch ohne Damenstrumpf.

 

Bloß nicht die Bodenhaftung verlieren

Und noch einmal schlägt die BBC in einer Radiomeldung zu: am 1. April 1976 erklärt ein bekannter Astronom in der Morgenshow des Radiosenders, dass exakt um 9.47 Uhr die Erdanziehung sehr stark sinken würde. Grund dafür sei eine ungewöhnliche Planeten-Konstellation, in der der Pluto exakt hinter dem Jupiter stünde. Der Astronom riet allen Hörern zu dieser Uhrzeit in die Luft zu springen, um so für einige Sekunden schweben zu können. Offenkundig wurde die Neugier vieler Hörer durch den Bericht geweckt, denn die BBC erhielt zahlreiche Anrufe mit Erfahrungs- und Erfolgsberichten.

 

(Nicht) der schönste Tag im Leben

April, April hieß es auch bei einem hessischen Radiosender im Jahr 2012. Dieser lockte hunderte Schaulustige zum Schloss Philippsruhe in Hanau – Grund dafür, die angebliche Hochzeit des Bundespräsidenten Gauck. Neben Bodyguards war auch eine festlich geschmückte Kutsche organisiert worden. In der Hochzeitskutsche saßen jedoch nicht wie erwartet das Präsidentenpaar, sondern die Moderatoren der Morning Show des Senders.

 

Kehrwoche in den Schweizer Bergen

Und auch die Tourismusbranche lässt sich am 1. April nicht lumpen – im Jahr 2009 stach der Schweiz Tourismus mit seiner Felsenputzaktion besonders hervor. In einer groß angelegten Marketing Aktion wurden zahlreiche Helfer (vorzugsweise Touristen) gesucht, die die Schweizer Alpen von Vogeldreck säubern sollten. Denn genau dieser stellt laut des Direktors des Schweiz Tourismus eine ernsthafte Gefahr für die Berglandschaft dar. Aus dem Aprilscherz wurde tatsächlich ernst – da die Aktion großen Zuspruch fand wurden tatsächlich Felsenputzkurse angeboten.

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