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Auf geht’s in die romantische Stadt der Wasserstraßen, der schwarzen Gondeln und der bunten Karnevalsmasken: Venedig. Was die Stadt so alles zu bieten hat, zeigt unser Pocket Reiseführer.

Must See

Venedig hat seinen Besuchern eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten zu bieten: Prunkvolle Paläste, wunderschöne Plätze, Museen, Kirchen und vieles mehr.

Viele Urlauber beginnen ihre Besichtigung der Stadt mit einer Fahrt über Venedigs Prachtboulevard, den berühmten Canal Grande. Dafür nimmt man einen der Wasserbusse, die direkt vom Bahnhof starten. Diese nennen sich „vaporetto“ und die Linie 1 führt einen an den schönsten Palästen und Kirchen vorbei.

Das eigentliche Highlight vieler Besucher der Stadt ist allerdings das Flanieren durch die vielen, engen, kleinen Steingassen, welche fast eine Art Irrgarten bilden. Die Altstadt (Centro Storico) besteht aus sechs Bezirken. Das echte Venedig lässt sich am besten ohne großen Plan erkunden, denn gerade durch kleinere Umwege entdeckt man die schönsten Stellen und verborgene Attraktionen. Wer sich dabei verirrt kann sich an einem der vielen gelben Schilder an den Straßenecken orientieren. Sie weisen einem den Weg zurück Richtung „Rialto“, „Ferrovia“ (Bahnhof) oder „San Marco“.

Damit kommen wir gleich zum nächsten Highlight der Stadt, der Rialtobrücke. Diese Brücke im Herzen der Stadt ist die älteste Brücke die über den Canal Grande führt. Die Steinbrücke spannt sich bogenförmige 28 Meter über den Kanal.

Besonders beliebt ist auch der Markusplatz (Piazza San Marco). Wer den Glockenturm (Campanile die San Marco) hinauffährt kann sich einen wunderschönen Überblick über die Stadt verschaffen. Auch der Markusdom ist eines der Highlights für jede Venedig-Reise. Die prunkvolle Fassade und die Meisterwerke in der Basilica machen den Dom zu einer der bekanntesten römisch-katholischen Kirchen der Welt.

Auf der Liste der Sehenswürdigkeiten sollte auch der Dogenpalast (Palazzo Ducale) nicht fehlen. Bei ihm handelt es sich um ein Meisterstück gotischer Architektur. In den creme-rosafarbenen Säulengängen aus Marmor erkennt man  vereinzelt auch noch Stilelemente aus dem Orient.  Die nächste Sehenswürdigkeit, die Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri), verbindet den Dogenpalast mit den Gefängnissen Venedigs. Den Namen hat die Brücke angeblich von den Seufzern der Gefangenen erhalten. Einer der wohl berühmtesten Gefangenen war Casanova, dem im Jahr 1765 sogar die Flucht aus diesem steinigen Labyrinth gelang.

Rumkommen

Venedig ist bekanntlich autofrei. Wer hier von A nach B kommen möchte, der schnappt sich eines der vielen Wassertaxis oder einen der Wasserbusse (Vaporetti). Es gibt insgesamt 20 Linien, welche den Canal Grande und die wichtigsten Nebenkanäle, sowie die Altstadt miteinander verbinden. Eine Einzelfahrt kostet allerdings ca. 6 Euro (12- bzw. 24- oder 36-Stunden-Ticket 13 bzw. 15 bzw. 20 Euro). Wer sich hingegen ein Zwei- bzw. Dreitageticket kauft bezahlt 25 bzw. 30 Euro. Wer sich eine ganze Woche in der Lagunenstadt aufhält, erwirbt am besten die blaue Venice-Card, welche man am besten schon 48 Stunden vor Anreise bestellt.

Kulinarische Highlights

Die venezianische Küche besticht vor allem durch ihre tollen Fischgerichte und die unzähligen Pasta Variationen.  Aber hier gilt es ein wenig aufmerksam bei der Auswahl des Restaurants zu sein. Viele Gastronomen haben sich dem Geschmack der Besucher angepasst und servieren lieblose Touristen-Menus zu überteuerten Preisen.

Wer etwas Authentisches sucht, der sollte zunächst durch ein paar der „bacari“ ziehen. In den Stehbars  kann man kleine Köstlichkeiten bestellen und dazu ein gutes Glas Wein trinken. Was in Deutschland das Gasthaus ist, ist in Italien die Trattoria. Meistens sind die traditionellen, guten Gasthäuser ein wenig außerhalb gelegen. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann natürlich auch einen der vielen Gourmettempel in Venedig aufsuchen.

Besonders schön und gemütlich ist es zum Beispiel im Aciugheta. Dieses Lokal befindet sich nur wenige Schritte vom Markusdom entfernt und bietet eine große Auswahl von kleinen Snacks und köstlichen Weinen. Es befindet sich im Campo Santi Filippo e Giacomo 4357 in der Nähe des Anlegers San Zaccaria.

Wer gern Fisch isst, der sollte das Da Alberto in der Calle Giacinto Gallina 5401 am Anleger Ospedale aufsuchen. Fangfrischer Fisch wird hier meisterhaft zubereitet und in immer neuen Variationen auf köstlichste Art und Weise serviert. Von Fischgnocchi und Fischrisotto über Spaghetti mit Scampi oder Tintenfisch – hier gibt es alles was das Herz begehrt.

Die älteste Bar in Venedig ist das Do Mori in der Nähe des Fischmarktes am Rialto. Diese Bar besteht schon unglaubliche 500 Jahre. Hier bekommt man zu der außergewöhnlichen Atmosphäre auch noch ausgezeichnete Weine und leckere Tramezzini (dreieckige Weißbrotschnitten mit verschiedenen Belägen) und andere Köstlichkeiten.

Wer mal eine Eisdiele der besonderen Art besuchen möchte, sollte in das Alaska in der Calle Larga dei Bari 1159 gehen. Der Besitzer Carlo Pistacchi produziert dort dutzende Eissorten aus rein natürlichen Zutaten, darunter auch so exotisches wie Ingwer, Artischocke oder Lakritz.

Ausgehen

Venedig ist eher eine Kleinstadt, als eine glänzende Partymetropole mit Straßen voller Clubs und Diskotheken. Wohl aber gibt es eine ganze Reihe von Kneipen und Bars die auch spät abends noch ihre Gäste empfangen. Diese entdeckt man am besten auf eigene Faust bei einem nächtlichen Bar Hopping.

Wer feiern möchte, der nimmt das Nachtboot (Linie N) von San Zaccaria auf den Lido und sucht sich eine der hippen Stranddiskos aus. Besonders beliebt ist zum Beispiel das Acropolis (geöffnet von 22 – 4 Uhr). Die Adresse lautet Lungomare Marconi 22. Sehen lassen kann sich außerdem auch das Pachuka am Spiaggia San Nicolò.

In der Altstadt von Venedig gibt es leider nur eine Adresse für Tanzmäuse. Das Piccolo Mondo Music & Dance in der Calle Corfù ist ein Diskopub in dem auch schon Liza Minelli oder Mich Jagger feierten.

Junge Leute treffen sich im Café Blue in der Calle Lunga San Pantalon 3778 am Anleger San Tomà. Hier gibt es eine große Auswahl von Fassbieren und jeder Menge Teesorten. Im Hinterzimmer kann man aus einer großen Bandbreite von Whiskeys wählen. Jeden Mittwoch spielt man hier Latin Dance und jeden Donnerstag gibt es die Möglichkeit sein Gesangstalent bei der Karaoke unter Beweis zu stellen. Die Öffnungszeiten sind sonntags bis donnerstags von 8 Uhr bis 2 Uhr (Fr  10Uhr – 2 Uhr, Sa 17 Uhr -2 Uhr).

Shopping

Wer in Venedig einkaufen möchte, der sollte das passende Kleingeld dafür in der Tasche haben. Die Lagunenstadt ist nämlich eher ein teures Pflaster. Die hübschen Boutiquen locken mit tollen, glitzernden Schaufenstern haben aber gesalzene Preise.

Ruhe-Oasen                   

In Venedig gibt es viel Wasser aber nur wenig Grünfläche. Die einzige kleine grüne Oase befindet sich im Stadtkern in der Nähe des Anlegers San Marco. Es handelt sich dabei um die Giardini ex Reali. Hier findet man einen Platz im Schatten um von dem bunten Treiben der Stadt einmal kurz Abstand zu gewinnen.

Auf keinen Fall…

… auf dem Markusplatz Tauben füttern, denn das wurde von den Behörden endgültig verboten. Wer sich nicht daran hält und beim Füttern erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro rechnen.

Insider-Tipp

Wenn man schon mal in Venedig ist, sollte man als Souvenir unbedingt eine original venezianische Maske kaufen. Die schönsten Masken gibt es im Tragicomica, in der Calle dei Nomboli 2800.

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