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Auf geht’s in eine der wohl schönsten Studenten-Städte Süddeutschlands: Heidelberg. Was die Stadt so alles zu bieten hat, zeigt unser Pocket Reiseführer.

Must See

Es gibt kaum eine deutsche Stadt welche in der romantischen Literatur so oft erwähnt wurde wie Heidelberg. Schon Goethe schwärmte 1797 „Die Stadt in ihrer Lage und mit ihrer ganzen Umgebung hat, man darf sagen, etwas Ideales…“. Die Stadt ist umgeben von einem atemberaubenden Bergpanorama. Die idyllische Lage am Neckar und am Odenwald macht Heidelberg zu etwas ganz Besonderem und kaum ein Besucher kann sich dem Charme dieser wunderschönen Stadt entziehen.

In Heidelberg steht die älteste Universität Deutschlands, welche rund 33 000 Studierenden Platz bietet. Damit ist die Stadt trotz der malerischen Gassen und der gemütlichen Altstadt nicht langweilig, sondern eher bunt und ereignisreich.

Folgende Sehenswürdigkeiten sollte man bei einem Besuch auf keinen Fall auslassen:

Das Heidelberger Schloss ist ein Highlight der Stadt. Der kurfürstliche Renaissancebau zieht Romantiker aus aller Welt magisch an. Durch die aufwendige Beleuchtung und zum Beispiel  auch die Feuerwerke im Sommer, wird das Schloss in Szene gesetzt. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen Prunkbau, sondern lediglich noch um die Ruine aus rotem Sandstein mit zersprengten und ausgebrannten Türmen.  Gerade diese Unvollkommenheit lockt die Besucher an. Der Schlosshof ist täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet,  der Schlossgarten ist Tag und Nacht zugänglich und lädt zu einem abendlichen Spaziergang im Sommer ein. Selbstverständlich finden auch täglich um 11 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr Führungen statt. Samstags und sonntags zusätzlich auch um 13 Uhr und 15 Uhr. Die Eintrittskarten (Bergbahn, Schlosshof, Großes Fass, Deutsches Apothekenmuseum) kosten zwischen  4 und 6 Euro.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Hauptstraße. Hier findet man die längste Fußgängerzone Europas. Sie erstreckt sich über 1,6 km vom Bismarckplatz bis zum Rathaus. Hier befinden sich die schönsten Renaissancefassaden, Barockbauten und Boutiquen.  Sehenswert sind hier außerdem noch der Marktplatz mit der Heiliggeistkirche, sowie das Kurpfälzische Museum und auch der Heidelberger Kunstverein.

Außerdem sehenswert ist auch noch die Alte Brücke – eigentlich Karl-Theodor-Brücke – welche von Touristen gerne als Fotomotiv gewählt wird. Die mächtige Steinbrücke wird von acht Pfeilern getragen und besticht außerdem durch wunderschöne Standbilder und ein Brückentor mit kleinem Ankunftsplatz. Am einfachsten kommt man mit der Buslinie 34 zur Alten Brücke.

Rumkommen

Heidelberg erkundet man am besten zu Fuß. Die Stadt ist nicht zu groß und lässt sich bei schönem Wetter gut erlaufen. Wer nicht laufen mag sollte sich eine Heidelberg Card besorgen. Mit ihr lassen sich alle S-Bahnen und Stadtbuslinien nutzen. Karten gibt es für einen Tag (12,50 €), zwei Tage (14,50 €) und vier Tage (16,50 €). Eine Familienkarte (gültig für 2 Tage) für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kindern bis 16 Jahren kostet 31,50 Euro. Mit den Heidelbergkarten erhält man außerdem vielerorts vergünstigten Eintritt oder auch Ermäßigungen bei Führungen, Rundfahrten und Touren. Die Karten erhält man in der Touristen-Information am Hauptbahnhof oder im Rathaus.

Kulinarische Highlights

Kulinarisch gesehen ist in Heidelberg wirklich für jeden etwas dabei. Egal ob gutbürgerlich oder international und exotisch – eine Vielzahl von Restaurants lädt zum Speisen und Verweilen ein. Aus dem Bereich der deutschen Küche wird dabei das Hauptaugenmerk auf den Speisekarten auf die badischen und kurpfälzischen Spezialitäten gelenkt. Besonders Regionstypisch sind zum Beispiel die Dampfnudeln. Dabei handelt es sich um eine badische Mehlspeise die oben luftig und unten knusprig und salzig ist. Beliebt sind auch die gefüllten Maultaschen oder die süßen Kerscheplotzer (süßes Kirschgebäck, wird kalt oder warm, mit oder ohne Vanillesauce serviert). Besonders geeignet für Naschkatzen ist das Café Blank in der Schulzengasse 6. Es befindet sich in einer kleinen Seitenstraße und hat eine wunderschöne Sommerterrasse.

Eine kurze Pause und eine schnelle Stärkung erhält man in den zumeist günstigen Heidelberger Biergärten. Besonders beliebt ist zum Beispiel der Bierhelderhof im Bierhelderhofweg 1 (mit der Linie 39 bis Bierhelderhof). Täglich geöffnet hingegen hat das Güldene Schaf in der Hauptstr. 115. Zu erreichen ist es mit den Buslinien 31 und 32. Gemütlich ist es auch im Hemingway’s am Rande der Altstadt in der Fahrtgasse 1.

Ein Restaurant der besonderen Art ist das „Schwarz“. Es befindet sich im zwölften Stock der Print Media Academy in der Kurfürstenanlage 60. Hier wird man vom Sternekoch Manfred Schwarz kulinarisch verwöhnt. Die ausgezeichneten Zutaten und besonderen Kreationen sind allerdings auch nicht ganz günstig. Es eignet sich damit eher für besondere Anlässe. À la carte isst man hier ab 34 Euro, Menüs gibt es ab 55 Euro.

Ausgehen

Aufgrund der vielen Studenten wird die gesamte Altstadt bei Nacht zu einer großen Partymeile. Besonders viele Kneipen gibt es um die Alte Brücke und die Untere Straße herum. Außerdem gibt es auch noch viele sehenswerte Locations im Stadtteil Handschuhsheim  und auch am Klosterbahnhof.

Hier ein paar beliebte Adressen für einen Ausgehabend in Heidelberg:

Am besten startet oder beendet man seinen Abend in der Skylounge „Der Turm“ im Quartier Alte Glockengießerei (Buslinien 22, 32, 35 Römerstraße). Hier hat man im siebten und achten Stock des Turms einen wunderbaren Panoramablick über Heidelberg bei Nacht. Wer dazu noch einen der ausgezeichneten Cocktails bestellt kann anschließend entweder berauscht in das Nachtleben starten oder verträumt und entspannt den Heimweg antreten.

Der Beach ist eine Strandbar mit Palmen und ist bei sonnigem Wetter eine schöne Alternative zum normalen Straßencafé. Am Abend verwandelt sie sich dann in eine Disko. Zu finden ist die Bar in der Tiergartenstraße 13 und zu erreichen ist sie mit den Buslinien 37 und 22.

Gut besucht ist auch die Pepper Bar in der Heugasse 1 (Buslinien 31 und 32). Die Bar präsentiert sich im Barcelona-Design und bringt ein wenig spanisches Flair nach Deutschland.

Freunde der Rockmusik sollten die Destille aufsuchen. Sie befindet sich in der Unteren Str. 16 und bietet neben feinster Rockmusik einen Baum in der Mitte des Raums und immer ein volles Haus.

Etwas nobler geht es im Deep zu. Seinen Namen hat die ganz in weiß gehaltene Disko aufgrund einer Treppe, die tief hinab zu den Tanzflächen führt. Zu finden ist das Deep in der Hauptstraße 1. Regelmäßige Veranstaltungen finden hier am Freitag und Samstag ab 22 Uhr statt.

Shopping

Wie vorab schon erwähnt gibt es in Heidelberg die längste Fußgängerzone Europas. An möglichen Einkaufsgelegenheiten fehlt es hier also nicht. Wer die Hauptstraße entlang flaniert wird eine große Vielzahl von Boutiquen und Kaufhäusern entdecken. Ein Besuchermagnet ist zum Beispiel die Einkaufspassage Darmstädter Hof Centrum.

Ruhe-Oasen            

Entspannen kann man sich ganz hervorragend im Botanischen Garten der Universität. Auch schön zum Abschalten, ist das Philosophengärtchen. Hierbei handelt es sich um eine Art natürlichen Balkon, mit vielen exotischen Pflanzen, der einen wunderschönen Blick über die Stadt ermöglicht.

Auf keinen Fall…

… sollte man als Frau mit Highheels  auf Besichtigungstour gehen. In den allermeisten Plätzen und Straßen gibt es das bei den Damen gefürchtete Kopfsteinpflaster. Flache und bequeme Schuhe sollte jeder mit dabei haben.

Insider-Tipp

Besonders schön frühstücken kann man im Walfisch. Die besonders große Frühstückskarte umfasst mehr als sechzig mögliche Kombinationen.  Besonders lecker und auch schön für einen speziellen Anlass ist das Frühstück de Luxe. Hier kann man Champagner und Roastbeefaufschnitt vom Feinsten genießen.  Der perfekte Start in einen Besichtigungstag beginnt am besten im Walfisch.

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