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Die niederländische Hauptstadt mit den unzähligen Brücken und Grachten ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Hier gibt es Tipps und Infos für einen gelungenen Städtetrip nach Amsterdam.

Must See

In Amsterdam kommt man um die allgegenwertigen Brücken und Grachten nicht herum. Sie prägen das Stadtbild, erstrahlen abends in einem schönen Glanz und laden damit zu einem Spaziergang oder einem netten Abend am Wasser ein.

Ein zentraler Treffpunkt ist der Hauptbahnhof von Amsterdam, denn hier starten alle Stadtrundfahrten mit Bussen und Booten. Zudem verbindet er Amsterdam mit großen Städten wie Berlin, Brüssel und Paris. Das imposante Bahnhofsgebäude wurde im Neorenaissancestil errichtet und der große Haupteingang soll an ein Stadttor erinnern.

Vom Hauptbahnhof geht es weiter zum Königlichen Palast, der mit seinem großen Hof mitten im Zentrum auf dem sogenannten Dam liegt, dem zentralen Hauptplatz der Stadt. Der Palast ist jedoch nicht der Hauptsitz der königlichen Familie, sondern wird vorrangig für Staatsbesuche und zu Repräsentationszwecken genutzt.

Wenn man schon auf dem Dam ist, sollte man sich das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds nicht entgehen lassen. Denn hier kann man sich nicht nur mit Stars wie Robbie Williams und Lady Gaga ablichten lassen, sondern auch mit wichtigen Politikern und Sportlern aus der ganzen Welt.

Neben dem Besuch bei den Promis kann man sich in Amsterdam der Kunst und Kultur zuwenden. Die niederländische Hauptstadt bietet dem Besucher viele Museen und Ausstellungen an, zum Beispiel das Van Gogh Museum im Stadtteil Oud-Zuid. Dieses zeigt die größte Sammlung von Werken des berühmten Künstlers.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Anne-Frank-Haus, das dem jüdischen Mädchen aus dem Holocaust gewidmet wurde. Da das Haus nicht sehr groß ist, muss man hier jedoch mit langen Wartezeiten rechnen. Daher lohnt sich eine Besichtigung meist in den frühen Morgenstunden, wenn der Andrang noch nicht allzu groß ist.

Ebenfalls sehenswert sind der Münzturm mit seinem Glockenspiel, das Reichsmuseum, die ehemalige Amsterdamer Börse und die Oude Kerk, die älteste Kirche Amsterdams, die sich kurioserweise mitten im Rotlicht-Viertel der Stadt befindet.

Rumkommen

Amsterdam ist eng bebaut, durch die vielen Grachten nicht für großen Autoverkehr ausgelegt und die wenigen Parkplätze in der Stadt sind sehr teuer. Gebühren von mehr als 3 EUR pro Stunde sind nicht ungewöhnlich.

Mit den vier Metro-Linien, sowie einem dichten Bus-  und Straßenbahnnetz kommt man jedoch auch ohne Auto gut von A nach B. Seit einigen Jahren gilt in Amsterdam die OV-Chipkaart als Fahrkarte, auf welcher man ein Guthaben auflädt. Bei Reiseantritt muss man an einem Automat einchecken, bei Ankunft am Ziel wieder auschecken. Ein Tagesticket kostet etwas über 7 EUR und kann an Bahnhöfen oder Bahnautomaten erworben werden.

Kulinarische Highlights

Die Niederlande sind bekannt für Fast-Food und Frittiertes, kein Wunder also, dass man an fast jeder Ecke Pommes Frites oder Burger kaufen kann. Die Stroopwaffeln – zwei runde und mit Sirup verbundene Waffeln – sind zudem sehr beliebt und ein typisches Mitbringsel. Eine weitere beliebte Speise sind die sogenannten Poffertjes, kleine Pfannkuchen. Diese kann man zum Beispiel sehr gut in der Pancake Bakery, nord-westlich vom Hauptbahnhof, probieren.

In Amsterdam leben viele Nationen und ebenso vielfältig ist auch die Küche. Empfehlenswert ist das italienische Restaurant Casa di David in der Nähe des Zentrums. Zu einer leckeren Holzofenpizza gibt es einen tollen Blick über die Grachten und Brücken der Stadt gratis dazu.

Lichtdurchflutet und mitten im Grünen –Das Restaurant De Kas liegt mitten im Frankendaal Park in einem 80 Meter hohen ehemaligen Gewächshaus. Mit Gemüse aus eigenem Anbau werden hier mediterrane Gerichte auf den Tisch gezaubert und stilvoll angerichtet.

Leckere Kuchen und Torten in verspieltem, kitschigem Retro- Ambiente gibt es im „De Taart van M´n Tante“, einem kleinen Café, dass sich perfekt für einen gemütlichen Kaffeeklatsch eignet.

Ausgehen

In Amsterdam kann man in entspannter Atmosphäre feiern gehen, denn meist gibt es in den Clubs keinen Dress-Code. Feiern kann man im Escape mit House-Musik oder im Melkweg, einer einstigen Molkerei, die Rock, Jazz und Blues spielt.

Das Paradiso befindet sich in einer ehemaligen Kirche und ist ein Veranstaltungs- sowie Konzertgebäude, in denen schon Bands wie Nirvana und U2 aufgetreten sind. An den Wochenenden finden hier große Partys mit berühmten DJs statt.  Eine noch recht neue Diskothek ist das Jimmy Woo, das luxuriös angehaucht ist und größtenteils Trance und House spielt.

Wer abends lieber Konzerte oder Opern anschauen möchte, geht ins Concertgebouw oder ins Beurs van Berlage, dem ehemaligen Börsengebäude.

Shopping

In Amsterdam findet man alles, was das Herz begehrt und viele Geschäfte haben sogar sonntags geöffnet. Wer am liebsten bei den bekannten Modeketten wie H&M und Esprit einkauft, findet diese in der Kalverstraat und am Nieuwendijk zwischen Hauptbahnhof und Dam. Direkt am Dam befindet sich die bekannte Kaufhauskette Bijenkorf, in der man luxuriöse und hochwertige Kleidung, Schmuck und Accessoires erstehen kann.

Die Maison de Bonneterie ist ein weiteres hochwertiges Kaufhaus im Zentrum der Stadt mit Designerlabels wie Joop und Marc Jacobs. Wer weniger Geld ausgeben möchte, wird bestimmt in der niederländischen Kette Hema fündig, die in Amsterdam mehrere Filialen hat. Hier findet man günstige Kleidung, Kosmetik und andere Drogerieartikel.

Auf dem Albert Cuypmarkt findet man Gewürze, Kleidung, sowie Fisch und Blumen. Zahlreiche Flohmärkte runden das große Shopping-Angebot in Amsterdam ab.

Ruhe-Oasen

In Amsterdam findet man vielerorts ruhige Orte, da viele Bereiche in der Stadt kaum mit Autos erreichbar sind. So kann man es sich beispielsweise an den Grachten gemütlich machen und den Ausblick aufs Wasser genießen.

Östlich der Innenstadt liegt der größte Park Amsterdams, der Diemerpark. Auf über 90 Hektar kann hier jeder Erholung und Ruhe finden. Der Vondelpark ist der zweitgrößte und zugleich bekannteste Park der Stadt und liegt südwestlich vom Zentrum. Im Sommer finden hier auch Theater- und Musikvorstellungen statt und zudem gibt es einige Spielplätze und Cafés.

Der Hortus Botanicus befindet sich zentrumsnah und ist einer der weltältesten Botanische Gärten. Hier kann man schöne und exotische Pflanzen aus aller Welt bestaunen und durch die Anlage spazieren.

Auf keinen Fall…

… sollte man davon ausgehen, dass jeder Holländer Deutsch spricht, auch wenn die Sprachen sich ähneln. Am besten beginnt man das Gespräch auf Englisch.

Insider-Tipp

Ein richtig schöner Platz ist der Begijnhof, ein hübscher, grüner Innenhof, der zum Verweilen einlädt. Der Hof ist in Privatbesitz und kann täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden.

Und noch zwei Geheimtipps: In Amsterdam gibt es ein Häuschen, das als schmalstes Haus der Welt bezeichnet wird. Es liegt am Singel 7, in der Nähe des Hauptbahnhofs, und ist nur ca. 1 Meter breit. Ein weiterer Rekord ist die schmalste Gasse Amsterdams, der Trompettersteeg.

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